Der GRC-Kommentar kommentiert die Grundrechtscharta der Europäischen Union, die ja mit dem Vertrag von Lissabon auf die Stufe des Primärrechts gehoben wurde. Ihre Bedeutung ist in Österreich umso stärker, als der Verfassungsgerichtshof seit einer Grundsatzentscheidung vor nicht allzu langer Zeit die Rechte nach der Grundrechte-Charta im Rang verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte judiziert.
Der erste österreichische Kommentar zur EU-Grundrechtecharta enthält den kompletten Normtext samt Erläuterungen aus dem Amtsblatt der Europäischen Union und zahlreiche Verweise auf die nationale und internationale Judikatur, allen voran auf Entscheidungen des EuGH bzw. EuG, des EGMR und der nationalen Höchstgerichte. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Verweise auf weiterführende Literatur.
Ein besonderes Element ist der Abschnitt „Implikationen für Österreich“, mit dem die Kommentierung jeder Bestimmung abschließt. Hier werden Zusammenhänge zu den nationalen Grundrechten hergestellt bzw. Abgrenzungen zu diesen vorgenommen. Ansonsten ist der Aufbau des Kommentars gut strukturiert, mit Randzahlen und Inhaltsverzeichnissen für jede Bestimmung versehen. Fußnoten weisen den Weg, um sich in einzelne Materien weiter zu vertiefen.